PROXAE

Szenarien

Was passiert konkret, wenn man seinen Beweis braucht?

Drei realistische Szenarien, Schritt für Schritt, von der Erstellung des Beweises bis zu seiner Verwendung in einem Rechtsstreit.

1

Die freiberufliche Designerin, deren Logo gestohlen wird

Léa, freiberufliche Designerin in Lyon

März 2026 — Die Erstellung

Léa stellt ein Logo für einen Interessenten fertig, den sie auf einer BtoB-Messe kennengelernt hat. Bevor sie die Vorschau sendet, geht sie auf proxae.com, lädt die finale .ai-Datei hoch und klickt. In 30 Sekunden erhält sie einen Beweis. Sie hat das Pro-Abo für 4,90 €/Monat, sodass sie auch ein qualifiziertes eIDAS-PDF-Zertifikat erhält, das sie in ihrem Kunden-Drive archiviert.

März 2026 — Der Versand

Sie sendet das Logo als Vorschau an den Interessenten. Keine Antwort. Nachfassen: Ghosting.

Dezember 2026 — Die Entdeckung

Léa scrollt durch LinkedIn und stößt auf den Launch-Post eines Unternehmens, das ihr Logo verwendet — kaum überarbeitet, unter einer anderen Marke. Es ist der Interessent, der sie ignoriert hatte.

Januar 2027 — Die Zusammenstellung der Unterlagen

Sie kehrt zu Proxae zurück, findet ihren Beweis im persönlichen Bereich. Sie lädt das eIDAS-PDF-Zertifikat herunter, das enthält: den SHA-256-Hash der Originaldatei, den Bitcoin-Zeitstempel vom 14. März 2026, den qualifizierten RFC 3161-Zeitstempel von Sectigo (ETSI EN 319 422) und ihre Identitätssignatur. Sie fügt alles einer Abmahnung bei, die zusammen mit ihrem Anwalt verfasst wurde.

Die juristische Verwendung

Léas Anwalt kann belegen, dass die exakte Datei in dieser Form am 14. März 2026 existierte — also 9 Monate vor der Veröffentlichung durch die andere Partei. Der Beweis ist unabhängig von jedem Dritten überprüfbar — einschließlich der Gegenpartei, des Richters, eines technischen Sachverständigen — ohne Proxae vertrauen zu müssen.

Gesamtkosten für Léa: 9 × 4,90 € = 44,10 € Pro-Abonnement. Eine vergleichbare notarielle Feststellung im März 2026 hätte zwischen 200 und 800 € gekostet.

Was Proxae in diesem Szenario nicht leistet: Proxae stellt das Existenzdatum der Datei fest. Es entscheidet nicht über den Rechtsstreit zum geistigen Eigentum selbst (der weiterhin in die Zuständigkeit des Richters und des Urheberrechts fällt). Aber ohne diesen Vorzeitigkeitsnachweis hätte Léa wahrscheinlich nicht beweisen können, dass sie die ursprüngliche Urheberin des Logos war.

2

Der Entwickler, dessen Algorithmus übernommen wird

Karim, unabhängiger Entwickler, arbeitet remote

Juni 2025 — Die Erstellung

Karim stellt einen originellen Optimierungsalgorithmus für ein Empfehlungssystem fertig. Er plant, ihn unter MIT-Lizenz als Open Source zu veröffentlichen. Bevor er das Repository öffentlich macht, lässt er das .zip-Archiv des vollständigen Codes auf Proxae mit einem Zeitstempel versehen. Er nutzt den kostenlosen Plan mit Konto.

Oktober 2025 — Das Gespräch

Ein Startup-Gründer kontaktiert ihn auf Twitter, um über seinen Algorithmus zu sprechen. Sie tauschen technische Ideen über seinen Ansatz aus, ohne unterzeichnetes NDA. Karim macht weiter.

März 2026 — Die Entdeckung

Das betreffende Startup bringt ein proprietäres Produkt auf den Markt. Karim liest das Whitepaper und erkennt seinen Algorithmus — kaum umbenannt, als interne Innovation dargestellt. Karims Repository war die ganze Zeit öffentlich, hatte aber wenig Sichtbarkeit.

April 2026 — Die Zusammenstellung der Unterlagen

Karim kehrt zu Proxae zurück, findet seinen Beweis. Er lädt den öffentlichen Verifizierungslink herunter (kostenloser Plan, ohne eIDAS-PDF). Er kann belegen: den exakten Hash des Codes von Juni 2025, das entsprechende Bitcoin-Blockdatum und die Tatsache, dass dieses Datum 8 Monate vor der Veröffentlichung des Startup-Whitepapers liegt.

Die Verwendung

Karim sendet ein formelles Schreiben an das Startup mit seinem Beweis, fordert eine öffentliche Nennung und schlägt eine Mediation vor. Das Startup erkennt angesichts der Belastbarkeit des technischen Beweises die Situation an, akzeptiert eine Erwähnung im Whitepaper und einigt sich gütlich. Kein Prozess.

Gesamtkosten für Karim: 0 € (kostenloser Plan).

Einschränkungen: Ohne Pro-Abo verfügt Karim nicht über ein offizielles eIDAS-PDF-Zertifikat. Wäre der Fall vor Gericht gegangen, hätte sein Anwalt empfohlen, vor dem Verfahren das Pro-Abo abzuschließen, um ein qualifiziertes Zertifikat als Beweismittel zu erzeugen. Das Pro-Abo für 4,90 €/Monat bietet diese höhere Beweiskraft, wenn der Bedarf konkret wird.

3

Die Autorin und ihr an Verlage gesendetes Manuskript

Hélène, unabhängige Autorin, schreibt ihren ersten Roman

September 2025 — Die Erstellung

Hélène stellt ihr Manuskript nach 2 Jahren Arbeit fertig. Bevor sie es an Verlage sendet, lässt sie das finale PDF auf Proxae mit einem Zeitstempel versehen. Sie abonniert das Pro-Abo, weil ihr Anwalt empfohlen hat, für solch ein strategisches Dokument ein qualifiziertes eIDAS-Zertifikat zu haben.

September 2025 — Die Einsendungen

Sie sendet ihr Manuskript an 14 Verlage. Von den 14 antworten 3, davon 2 mit Absagen. Die anderen 11 antworten nicht.

März 2026 — Die verdächtige Veröffentlichung

Einer der Verlage, der nicht geantwortet hatte, veröffentlicht einen Roman, dessen Zusammenfassung, Handlungsbogen und mehrere Schlüsselszenen ihrem Manuskript stark ähneln. Der Autor ist ein Unbekannter, der vor 6 Monaten dort unter Vertrag genommen wurde.

März 2026 — Die Zusammenstellung der Unterlagen

Hélène kehrt zu Proxae zurück, findet ihren Beweis und lädt das qualifizierte eIDAS-PDF-Zertifikat herunter. Ihr Anwalt stellt fest: Das vollständige Manuskript existierte in exakter Form am 22. September 2025, die Einsendung an diesen Verlag ist per E-Mail dokumentiert, und der veröffentlichte Roman ist 6 Monate jünger. Das von Sectigo qualifizierte eIDAS-Zertifikat ist als Beweismittel vor einem deutschen und europäischen Gericht zulässig — mit einem Wert vergleichbar einer notariellen Urkunde.

Die Verwendung

Der Anwalt sendet ein formelles Schreiben an den Verlag. Verhandlung. Der Verlag einigt sich gütlich, um einen öffentlichen Rechtsstreit zu vermeiden, erkennt die Vorzeitigkeit von Hélènes Manuskript an und bietet ihr eine finanzielle Entschädigung.

Gesamtkosten für Hélène: 6 × 4,90 € = 29,40 € Pro-Abonnement seit September.

Was Proxae in diesem Szenario nicht leistet: Proxae stellt fest, dass das Manuskript zu diesem Datum existierte. Die juristische Grundfrage (das nachgewiesene Plagiat, die urheberrechtlich schützbare Originalität, der Schaden) wird weiterhin vom Richter oder durch Verhandlung entschieden. Der Proxae-Beweis ermöglichte eine Einigung, weil das Beweiskräfteverhältnis von Anfang an klar war.

Diese 3 Szenarien sind realistische Zusammenstellungen, die von typischen Fällen inspiriert sind. Sie veranschaulichen, was Proxae leistet — einen kryptografischen Beweis der Vorzeitigkeit erbringen — und was Proxae nicht leistet — über die materielle Rechtslage entscheiden.

Das Wichtigste

  • Proxae stellt das Existenzdatum einer Datei fest
  • Das Zertifikat ist von jedem Dritten unabhängig überprüfbar
  • Das Pro-Abo (eIDAS) ergänzt den juristischen Wert einer notariellen Urkunde in der EU
  • Proxae ersetzt keine Rechtsberatung: bei einem echten Rechtsstreit wenden Sie sich an einen Anwalt

Proxae erstellt einen kryptografischen Nachweis der Vorzeitigkeit. Es verleiht keine exklusiven Rechte und ersetzt weder eine notarielle Urkunde noch eine individuelle Rechtsberatung. Bei jedem realen Rechtsstreit wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.